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sackzahl

Estrich-Menge berechnen: Sackzahl nach Schichtdicke und Aufbau

Die Estrichmenge folgt aus drei Zahlen: Fläche, Nenndicke und dem Verbrauch des Produkts – und die Nenndicke ist die einzige davon, die eine Norm vorschreibt.

Nettofläche des Raumes. Türlaibungen und Nischen zählen mit, wenn dort Estrich hinkommt.

Der Regelfall im Wohnungsbau: Estrich auf Trittschall- und Wärmedämmung, ringsum vom Baukörper getrennt.

Biegezugfestigkeitsklasse

F5 erlaubt bei gleicher Last eine um 5 bis 10 mm geringere Nenndicke – auf 40 m² sind das schnell 400 kg weniger Material.

Bestimmt zusammen mit der Festigkeitsklasse die Mindestnenndicke nach DIN 18560.

Nenndicke heißt: der Mittelwert über die Fläche. Örtlich darf sie bei 60 bis 80 mm Nenndicke um höchstens 10 mm unterschritten werden.

Der einzige hier hinterlegte Estrich mit 40-kg-Sack – bei 40 m² und 5 cm sind das 100 statt 160 Säcke, also 60 Sackgriffe weniger. Nennt als einziges Merkblatt getrennte Mindestdicken für Verbund (30 mm) und Trennlage (35 mm).

Für Dickenschwankungen auf der weichen Dämmschicht, Reste im Mischer und Materialverlust beim Fördern.

Randdämmstreifen

An allen aufgehenden Bauteilen erforderlich – Wände, Stützen, Türzargen, Rohrdurchführungen.

Alle Wandlängen des Raumes addiert. Bei einem Raum von 4 × 5 m sind das 18 m.

PE-Folie

Verhindert, dass Anmachwasser und Zementleim in die Dämmschicht laufen. Mindestens 0,15 mm dick.

Säcke kaufen63× 40 kgZur Liste ↓

Säcke kaufen

63× 40 kg

quick-mix B 03 Estrich/Beton · 2.520 kg insgesamt

Fläche
20
Nenndicke
60mm
Mindestnenndicke
45mm
Verbrauch
20kg/(m²·cm)
Bedarf
2.520kg
Reichweite je Sack
0,33
Belegreif frühestens
33Tage

Das musst du kaufen

Estrich

Randanschluss und Trennlage

Hintergrund und Datengrundlage

Ab hier steht, woher die Zahlen kommen: der Rechenweg mit deinen Eingaben, die Datentabellen, der Produktvergleich und die Quellen. Für die Einkaufsliste brauchst du das nicht.

So wird gerechnet

Mit deinen Eingaben eingesetzt — jeder Schritt einzeln nachrechenbar.

  1. Mindestnenndicke nach DIN 1856045 mm

    Aufbau + Festigkeitsklasse + Nutzlast → mm

    = schwimmender Estrich auf Dämmschicht, CT-F4, Wohnräume, Bäder, Flure – Flächenlast bis 2 kN/m²

    Kennwert: DIN 18560-2, Tafel 12 des Zement-Merkblatts B 19: CT-F4 bei Wohnräume, Bäder, Flure – Flächenlast bis 2 kN/m²

  2. Verbrauch laut Merkblatt20 kg/(m²·cm)

    Produkt → kg je m² und cm

    = quick-mix B 03 Estrich/Beton

    Kennwert: 20 kg je m² und cm Schichtdicke laut Merkblatt quick-mix B 03

  3. Grundbedarf2.400 kg

    Fläche × Schichtdicke × Verbrauch

    = 20 m² × 6 cm × 20 kg/(m²·cm)

  4. Sicherheitszuschlag2.520 kg

    Grundbedarf × (1 + Zuschlag)

    = 2.400 kg × 1,05

    Kennwert: Der Zuschlag ist dein Planungswert. Kein Merkblatt nennt einen Zuschlag für Dickenschwankungen auf der Dämmschicht.

  5. Sackzahl63 × Säcke

    aufgerundet auf ganze Gebinde à 40 kg

    = 2.520 kg ÷ 40 kg = 63

  6. Randdämmstreifen1 × Rolle

    Raumumfang × 1,05, aufgerundet auf ganze Rollen

    = 18 m × 1,05 = 18,9 m ÷ 25 m

    Kennwert: Die fünf Prozent sind ein Planungswert für Ecken, Überlappungen und den Zuschnitt an Türlaibungen – keine Normvorgabe.

  7. PE-Folie23 m²

    Fläche × 1,15

    = 20 m² × 1,15

    Kennwert: Die 15 Prozent decken Überlappung und Hochführung ab. Belegt ist die Mindestüberlappung von 8 cm an den Stößen und die Mindestdicke von 0,15 mm (Zement-Merkblatt B 19); der Prozentwert selbst ist ein Planungswert.

Mindestnenndicken für Zementestriche nach DIN 18560

Diese Tabelle ist der Grund, warum der Rechner überhaupt nach Aufbau und Nutzung fragt. Zwischen einem Estrich auf Trennschicht im Wohnraum (35 mm) und einem schwimmenden Estrich in der Werkstatt (75 mm) liegt mehr als das Doppelte an Material – bei identischer Fläche.

AufbauEinzel- bzw. FlächenlastCT-F4CT-F5
Auf Dämmschicht (schwimmend)– bzw. ≤ 2 kN/m²≥ 45 mm≥ 40 mm
Auf Dämmschicht (schwimmend)≤ 2 kN bzw. ≤ 3 kN/m²≥ 65 mm≥ 55 mm
Auf Dämmschicht (schwimmend)≤ 3 kN bzw. ≈ 4 kN/m²≥ 70 mm ¹≥ 60 mm ¹
Auf Dämmschicht (schwimmend)≤ 4 kN bzw. ≈ 5 kN/m²≥ 75 mm ¹≥ 65 mm ¹
Auf Trennschicht≤ 1 kN bzw. ≤ 2 kN/m²≥ 35 mm≥ 35 mm
Auf Trennschicht≤ 2 kN bzw. ≤ 3 kN/m²≥ 55 mm≥ 45 mm
Auf Trennschicht≤ 3 kN bzw. ≈ 4 kN/m²≥ 65 mm≥ 55 mm
Auf Trennschicht≤ 4 kN bzw. ≈ 5 kN/m²≥ 70 mm≥ 60 mm
Verbundestrichlastunabhängig≥ 3 × Größtkorn, bei 8 mm also 25 mmwie F4
Heizestrich Bauart Awie unbeheiztunbeheizte Dicke + RohraußendurchmesserRohrüberdeckung ≥ 45 mm

¹ Diese beiden Lastfälle setzen eine Zusammendrückbarkeit der Dämmschicht von höchstens 3 mm voraus; die darüber liegenden Zeilen gelten bis 5 mm. Weitere Regeln aus derselben Quelle: Bei Dämmschichten bis 40 mm darf die Nenndicke um 5 mm verringert werden, bei Zusammendrückbarkeit bis 10 mm muss sie um 5 mm erhöht werden, und 30 mm dürfen nie unterschritten werden. Unter Stein- und keramischen Belägen nennt B 19 für Zementestrich auf Dämmschicht mindestens 45 mm. Bei den Bauarten B und C – Heizrohre in der Dämmschicht oder in einem Ausgleichsestrich – gelten die Dicken der unbeheizten Estriche unverändert.

Quelle: InformationsZentrum Beton, Zement-Merkblatt Betontechnik B 19: Zementestrich (Tafeln 11 und 12) (Stand 2015-07)

Belegreife: Grenzwerte der CM-Messung nach Estrichart und Belag

Der Estrich ist nicht belegreif, weil vier Wochen um sind, sondern wenn die CM-Messung den Grenzwert des geplanten Belags unterschreitet. Der Unterschied zwischen Zement- und Calciumsulfatestrich ist dabei drastisch: 2,0 gegenüber 0,5 CM-Prozent.

OberbelagZementestrich, unbeheiztZementestrich, beheiztCalciumsulfat, unbeheiztCalciumsulfat, beheizt
Elastische und textile Beläge, Parkett, Laminat, Holzpflaster≤ 2,0 CM-%≤ 1,8 CM-%≤ 0,5 CM-%≤ 0,5 bzw. ≤ 0,3 CM-% ²
Keramische Beläge im Dünnbett≤ 2,0 CM-%≤ 2,0 CM-%keine Angabekeine Angabe
Dampfdurchlässige textile Beläge, Fliesen und Naturstein im Dickbett≤ 3,0 CM-%≤ 3,0 CM-%keine Angabekeine Angabe

² Hier widersprechen sich die ausgewerteten Dokumente, und wir glätten das nicht weg: Das Merkblatt „Trocknungsverhalten von Fließestrichen“ nennt für den beheizten Calciumsulfatfließestrich 0,5 CM-Prozent, die Technische Produktinformation von Sopro unter Verweis auf das ZDB-Merkblatt dagegen 0,3. Wer beheizten Anhydritestrich belegt, sollte den strengeren Wert ansetzen. „Keine Angabe“ heißt: Für diese Kombination stand in den hier ausgewerteten Quellen kein Wert – wir tragen dort nichts nach.

Quelle: Heidelberg Materials, Trocknungsverhalten von Fließestrichen (Tabelle 1 nach DIN 18560-1) (Stand 2024-10)

Begehbar, belastbar, belegreif – und wie die Dicke die Fristen verschiebt

Die beiden hier dokumentierten Faustregeln widersprechen sich nicht, sie gelten für verschiedene Estriche: 28 Tage plus 5 Tage je Zentimeter Mehrdicke für den konventionellen Zementestrich, 4 Wochen plus 2 Wochen je Zentimeter für Fließestriche.

ZustandKonventioneller ZementestrichFließestrichSAKRET Schnellestrich EZA-F
Begehbar2 bis 3 Tagekeine Angabeca. 5 Stunden
Voll belastbar10 Tage (7 Tage bei CEM 42,5)keine Angabeca. 7 Tage
Belegreif (Anhaltswert)28 Tage bis 50 mm Dicke, darüber mindestens 5 Tage je cm Mehrdicke4 cm = 4 Wochen, jeder weitere cm mindestens 2 WochenFliesen nach ca. 12 Stunden bei CM-Feuchte unter 2,5 %
Aufheizen des Heizestrichs frühestens3 Wochen nach EinbauZementfließestrich 21 Tage, Calciumsulfatfließestrich 5 Tagekeine Angabe

Alle Fristen gelten bei etwa 20 °C und günstigem Luftwechsel. Das Fließestrich-Merkblatt nennt die Grenze seiner eigenen Faustregel ausdrücklich: Bei hoher Temperatur und gleichzeitig hoher Luftfeuchte kann sich Feuchte im Estrich durch Kondensation sogar anreichern, und bei ungünstigen Bedingungen stellt sich eine Ausgleichsfeuchte ein – dann trocknet der Estrich ohne Trocknungsgeräte überhaupt nicht weiter. Deshalb bleibt die CM-Messung verbindlich und die Faustregel ein Planungswert.

Vierzig Quadratmeter, sechs Zentimeter – fünf Produkte, fünf Einkaufslisten

Ein üblicher schwimmender Estrich in einer Wohnung: 40 m², 60 mm Nenndicke, ohne Sicherheitszuschlag. Die Spalte ganz rechts zeigt, dass der Verbrauch nicht das Interessante ist – die Sackgröße ist es.

Bezugsfall der Tabelle: 40 m², 60 mm schwimmender Estrich, Wohnraumnutzlast, ohne Sicherheitszuschlag

ProduktVerbrauchBedarf für 40 m² bei 6 cmSackgrößeZu kaufenMerkblatt
quick-mixB 03 Estrich/Beton20 kg/(m²·cm)4.800 kg25 kg192 × 25 kg2024-11
BaumitEstrich CT-C25-F420 kg/(m²·cm)4.800 kg25 kg192 × 25 kg2023-03
SAKRETSchnellestrich EZA-F19 kg/(m²·cm)4.560 kg25 kg183 × 25 kg2025-08
SAKRETBeton/Estrich BE22 kg/(m²·cm)5.280 kg30 kg176 × 30 kg2025-11
SAKRETZementestrich ZE20 kg/(m²·cm)4.800 kg30 kg160 × 30 kg2026-05

Alle Werte stammen aus den verlinkten technischen Merkblättern der Hersteller. Die Spalte „Merkblatt“ nennt den Stand des jeweiligen Dokuments.

Die Nenndicke schuldet dir die Norm, nicht der Geldbeutel

Bei einem schwimmenden Estrich liegt die Estrichplatte auf einer weichen Dämmschicht. Sie trägt die Nutzlast nicht durch Auflagerung ab, sondern durch ihre eigene Biegesteifigkeit – und die wächst mit dem Quadrat der Dicke. Genau deshalb koppelt DIN 18560-2 die Nenndicke an zwei Größen: die Nutzlast und die Biegezugfestigkeitsklasse. Für Wohnräume mit einer Flächenlast bis 2 kN/m² sind das 45 mm bei F4 und 40 mm bei F5. Steigt die Last auf 3 kN/m², springt die Anforderung auf 65 beziehungsweise 55 mm – ein Sprung um 20 mm, den kein Faustwert abbildet.

Auf Trennschicht sind die Werte deutlich niedriger, weil der Estrich dort auf einer festen Unterlage reibend gelagert ist: 35 mm für Wohnraumlasten, unabhängig davon, ob F4 oder F5. Beim Verbundestrich fällt die Nutzlast ganz heraus, weil alle Lasten in den Tragbeton weitergeleitet werden. Dort gilt eine andere Regel: Die Dicke soll mindestens dreimal so groß sein wie das Größtkorn – bei den üblichen 8 mm Körnung also 25 mm.

Nenndicke heißt Mittelwert über die Fläche, nicht Mindestmaß an jeder Stelle. Örtlich darf sie unterschritten werden – bei Nenndicken zwischen 20 und 50 mm um höchstens 5 mm, zwischen 60 und 80 mm um höchstens 10 mm. Wer die Nenndicke selbst schon auf das Minimum legt, hat diesen Spielraum aufgebraucht, bevor die erste Latte gezogen ist.

Der Verbrauch schwankt um 16 Prozent – die Sackzahl um 300Estrichtrockenmörtel sind sich chemisch ähnlicher als Fliesenkleber, und das zeigen die Merkblätter: 1,9 kg je m² und mm beim SAKRET Schnellestrich EZA-F, 2,0 bei…

Estrichtrockenmörtel sind sich chemisch ähnlicher als Fliesenkleber, und das zeigen die Merkblätter: 1,9 kg je m² und mm beim SAKRET Schnellestrich EZA-F, 2,0 bei quick-mix B 03, Baumit Estrich und SAKRET Zementestrich ZE, 2,2 bei SAKRET Beton/Estrich BE. Das sind rund 16 Prozent Spanne – auf 40 m² bei 6 cm immerhin 720 kg Unterschied zwischen dem sparsamsten und dem verbrauchsstärksten Produkt.

Viel größer ist aber ein Effekt, den keine Verbrauchstabelle zeigt: die Sackgröße. Für dieselben 40 m² bei 6 cm – 4.800 kg – brauchst du 480 Zehn-Kilo-Säcke Baumit, 192 Fünfundzwanziger quick-mix, 160 Dreißiger SAKRET oder 120 Vierzig-Kilo-Säcke quick-mix. Das ist derselbe Estrich, dieselbe Menge – und der Unterschied zwischen einem Nachmittag und einem Rückenschaden.

  • 10 kg (Baumit) – für Reparaturstellen und Gefälleausgleiche, wo sonst halbe Säcke übrig bleiben.
  • 25 kg (quick-mix, Baumit, SAKRET EZA-F) – der Standard im Baumarkt, einhändig tragbar.
  • 30 kg (SAKRET ZE und BE) – üblich im Fachhandel, spart rund ein Sechstel der Griffe.
  • 40 kg (quick-mix) – nur sinnvoll, wenn zu zweit gearbeitet wird oder der Mischer direkt danebensteht.

Ab etwa 3 Tonnen – das sind rund 25 m² bei 6 cm – lohnt der Vergleich mit Werkfrischmörtel aus dem Silo oder per Estrichpumpe. quick-mix bietet B 03 lose ab Silo an, SAKRET den Beton/Estrich BE ab 10 t. Diese Rechnung führt der Rechner nicht: Sie hängt an Anfahrt, Standzeit und Pumpenlänge, nicht am Material.

Randstreifen und Folie: die zwei Positionen, die auf jeder Rechnung fehlenEin schwimmender Estrich heißt schwimmend, weil er den Baukörper nirgends berührt. Der Randdämmstreifen ist dafür das entscheidende Bauteil, und DIN 18560 verlang…

Ein schwimmender Estrich heißt schwimmend, weil er den Baukörper nirgends berührt. Der Randdämmstreifen ist dafür das entscheidende Bauteil, und DIN 18560 verlangt ihn an allen aufgehenden Bauteilen – Wände, Stützen, Türzargen, Rohrdurchführungen. Berührt der Estrich die Wand, überträgt er Trittschall direkt in den Rohbau, und beim Aufheizen eines Heizestrichs entstehen Zwängungen, die die Platte aufreißen lassen.

Die Streifendicke ist dabei kein Detail: Das Produktdatenblatt des hier hinterlegten Geficell-Streifens gibt 5, 8 und 10 mm an und nennt ausdrücklich, dass für Heizestriche mindestens 8 mm erforderlich sind. Der beheizte Estrich dehnt sich stärker, und 5 mm reichen dafür nicht. Der Streifen wird außerdem erst nach dem Aushärten bündig abgeschnitten, nie vorher – sonst läuft er beim Verlegen des Belags mit hoch.

Die PE-Folie darüber hat eine andere Aufgabe als die meisten annehmen. Sie ist keine Dampfsperre gegen aufsteigende Feuchte – die müsste unter der Dämmung liegen und wäre eine Planerentscheidung. Sie verhindert, dass Anmachwasser und Zementleim in die Dämmschicht laufen und dort Schallbrücken bilden. Deshalb: mindestens 0,15 mm dick, Stöße mindestens 8 cm überlappen, an den Rändern bis zur Oberkante des Randstreifens hochführen.

Estrich einbauen: von der Mengenermittlung bis zur Belegreife

Die Reihenfolge, in der ein schwimmender Estrich entsteht – mit den Punkten, an denen die Menge aus diesem Rechner gebraucht wird.

Was du dafür brauchst

  • Zwangsmischer oder Rührwerk
  • Estrich- bzw. Abziehlatte und Nivelliergerät
  • Reibebrett oder Flügelglätter
  • Randdämmstreifen und PE-Folie
  • CM-Gerät für die Restfeuchtemessung
  1. 1

    Untergrund prüfen und Höhen festlegen

    Der tragende Untergrund muss trocken und eben sein; Ebenheit und Winkeltoleranzen richten sich nach DIN 18202. Rohrleitungen werden festgelegt und mit einer Ausgleichsschicht so verfüllt, dass eine ebene Fläche für die Dämmung entsteht. Erst danach steht fest, welche Nenndicke überhaupt realisierbar ist.

  2. 2

    Randdämmstreifen stellen

    An allen aufgehenden Bauteilen umlaufend anbringen, bei Heizestrich mindestens 8 mm dick. Der Streifen muss über die spätere Oberkante des Bodenbelags hinausstehen und bleibt bis nach dem Verlegen des Belags stehen.

  3. 3

    Dämmschicht verlegen und abdecken

    Dämmplatten mit dichten Stößen und im Verband verlegen, maximal zweilagig. Darüber die PE-Folie mit mindestens 0,15 mm Dicke, Stöße mindestens 8 cm überlappend und an den Rändern bis zur Oberkante des Randstreifens hochgeführt.

  4. 4

    Estrichmörtel mischen und einbringen

    Trockenmörtel mit der im Merkblatt genannten Wassermenge anmischen – zu nass eingebauter Estrich verliert Festigkeit und reißt. Den Mörtel in der geplanten Nenndicke verteilen, verdichten und mit der Latte abziehen.

  5. 5

    Oberfläche abreiben und nachbehandeln

    Sobald die Oberfläche mattfeucht ist, abreiben oder abscheiben; für die spätere Fliesenverlegung abreiben statt glätten. Den Estrich mindestens sieben Tage vor Zugluft, Sonne und Frost schützen und feucht halten.

  6. 6

    Fugen anlegen

    Bewegungsfugen aus dem Untergrund über den gesamten Querschnitt übernehmen. Scheinfugen möglichst früh einschneiden, an Türdurchgängen, Flächeneinschnürungen und Vorsprüngen zwingend.

  7. 7

    Belegreife messen, nicht abwarten

    Vor dem Belegen eine CM-Messung über den gesamten Estrichquerschnitt durchführen und protokollieren. Bei Heizestrich vorher normgerecht auf- und abheizen; das Aufheizen beginnt frühestens drei Wochen nach dem Einbau.

Typische Fehler bei der Mengenermittlung

  1. 1

    Die Nenndicke aus dem Nachbarhaus übernehmen

    „Bei uns waren es 5 cm“ ist kein Bemessungswert. Ob 40, 45, 55 oder 75 mm richtig sind, entscheiden Aufbau, Festigkeitsklasse und Nutzlast gemeinsam. Der häufigste Fall liegt genau an der Grenze: 40 mm sind bei F5 und Wohnraumlast zulässig, bei F4 fehlen 5 mm – und unter keramischen Belägen nennt B 19 auf Dämmschicht ohnehin 45 mm.

  2. 2

    Beim Heizestrich den Rohrdurchmesser vergessen

    Bei Bauart A liegen die Heizrohre auf der Dämmschicht, und die Nenndicke des unbeheizten Estrichs wird um den Rohraußendurchmesser erhöht. Aus 45 mm werden mit einem 17-mm-Rohr also 62 mm, nicht 45. Wer die 45 mm einbaut, hat über den Rohren 28 mm Estrich statt der geforderten 45 – und die Heizschlangen zeichnen sich später als Risse ab.

  3. 3

    Estrich nach 28 Tagen belegen, weil 28 Tage die Regel sind

    Die 28 Tage gelten laut Zement-Merkblatt B 19 als grober Anhaltswert für Estrichdicken bis 50 mm. Bei 70 mm kommen mindestens 10 weitere Tage dazu, bei 80 mm 15. Und selbst dann ersetzt keine Frist die CM-Messung: Bei hoher Luftfeuchte kann Feuchte im Estrich durch Kondensation sogar zunehmen.

  4. 4

    Randdämmstreifen bündig abschneiden, bevor der Belag liegt

    Der Streifen muss so lange über die Estrichoberkante hinausstehen, bis Estrich, Ausgleichsmasse und Oberbelag fertig sind. Wird er vorher abgeschnitten, läuft Kleber oder Spachtelmasse in die Randfuge, die Fuge wird kraftschlüssig – und der schwimmende Estrich ist keiner mehr.

  5. 5

    Die Fugenaufteilung erst auf der Baustelle planen

    Dieser Rechner ermittelt Mengen, keine Fugen – aber die Fugenaufteilung entscheidet mit darüber, ob der Estrich hält. Das Zement-Merkblatt B 19 nennt als Anhalt: unbeheizte Estriche auf Trenn- oder Dämmschicht sollen 30 m² Feldgröße nicht wesentlich überschreiten, beheizte dürfen bei Fugenabständen bis 8 m auf 40 m² gehen, das Seitenverhältnis höchstens 1 : 2 betragen. Scheinfugen sollen Felder mit höchstens 6 m Seitenlänge bilden. Wer erst beim Einbringen merkt, dass ein Raum geteilt werden muss, hat die Randdämmstreifen und die Folie für die falsche Geometrie eingekauft.

  6. 6

    Genau auf die berechnete Sackzahl einkaufen

    Estrich lässt sich nicht in zwei Etappen einbauen: Wer mitten in der Fläche das Material ausgehen lässt, hat dort eine kalte Arbeitsfuge, an der die Platte später bricht. Ein ungeöffneter Sack geht zurück, eine Fuge nicht. Der voreingestellte Zuschlag von 5 Prozent ist dafür die Untergrenze.

Häufige Fragen

Wie viel Estrich brauche ich pro Quadratmeter?

Rund 20 kg je Quadratmeter und Zentimeter Schichtdicke – aber produktabhängig. Die hier hinterlegten Merkblätter nennen 1,9 kg/(m²·mm) für SAKRET Schnellestrich EZA-F, 2,0 für quick-mix B 03, Baumit Estrich und SAKRET Zementestrich ZE sowie 2,2 für SAKRET Beton/Estrich BE. Bei 6 cm Nenndicke sind das also 114 bis 132 kg je Quadratmeter.

Wie viele Säcke Estrich brauche ich für 20 m²?

Bei 20 m², 60 mm Nenndicke und quick-mix B 03 mit 20 kg/(m²·cm) sind das 2.400 kg, also 96 Säcke à 25 kg oder 60 Säcke à 40 kg. Mit 5 Prozent Sicherheitszuschlag werden daraus 2.520 kg und damit 101 beziehungsweise 63 Säcke. Bei 40 mm statt 60 mm sind es nur zwei Drittel davon – die Schichtdicke ist der stärkste Hebel in dieser Rechnung.

Wie dick muss Estrich mindestens sein?

Das hängt am Aufbau. Auf Dämmschicht fordert DIN 18560-2 bei Wohnraumlasten 45 mm für die Festigkeitsklasse F4 und 40 mm für F5; unter Stein- und keramischen Belägen nennt das Zement-Merkblatt B 19 durchgehend 45 mm. Auf Trennschicht genügen 35 mm. Beim Verbundestrich gilt: mindestens dreimal Größtkorn, bei 8 mm Körnung also 25 mm. Unter 30 mm darf die Nenndicke in keinem Fall fallen.

Wie dick muss ein Heizestrich sein?

Bei Bauart A – Heizrohre auf der Dämmschicht – gilt die Nenndicke des unbeheizten Estrichs plus dem Außendurchmesser der Heizrohre. Zusätzlich muss die Rohrüberdeckung bei konventionellem Zementestrich mindestens 45 mm betragen, bei Fließestrichen 40 mm. Mit einem 17-mm-Rohr landet man damit bei mindestens 62 mm. Bei den Bauarten B und C, wo die Rohre in der Dämmschicht oder einem Ausgleichsestrich liegen, gelten die unbeheizten Dicken unverändert.

Wann ist Estrich belegreif?

Wenn die CM-Messung den Grenzwert des geplanten Belags unterschreitet: 2,0 CM-Prozent bei unbeheiztem Zementestrich unter elastischen und textilen Belägen, Parkett und Laminat, 1,8 bei beheiztem. Für keramische Beläge im Dünnbett sind es 2,0, im Dickbett 3,0. Als zeitlicher Anhaltswert nennt das Zement-Merkblatt B 19 28 Tage für Dicken bis 50 mm und mindestens 5 weitere Tage je Zentimeter Mehrdicke.

Wie viel Randdämmstreifen brauche ich?

Einen laufenden Meter je laufendem Meter Raumumfang, plus einen Zuschlag für Ecken und Überlappungen – der Rechner setzt dafür 5 Prozent an. Bei einem Raum von 4 × 5 m sind das 18 m Umfang und damit 19 m Streifen, also eine 25-m-Rolle. Für Heizestriche muss der Streifen mindestens 8 mm dick sein.

Welche Festigkeitsklasse brauche ich, C20 oder C25?

Für die Dicke ist nicht die Druckfestigkeit (C) maßgeblich, sondern die Biegezugfestigkeit (F). Für Estriche auf Trennschicht fordert die VOB/C mindestens F4, für Verbundestriche gelten ohne Belag C25/F4 und mit Belag C20/F3. Die Druckfestigkeitsklasse muss der Entwurfsverfasser laut B 19 ohnehin zusammen mit der Biegezugfestigkeitsklasse vorgeben; für den Estrich auf Trennschicht nennt das Merkblatt ausdrücklich C30 als Bestellwert. Das häufig zitierte C20 stammt aus dem Bezeichnungsbeispiel „Estrich DIN 18560 – CT – C20 – F4 – S70 – H45“ – ein Beispiel, keine Empfehlung.

Kann ich Estrich selbst aus Zement und Sand mischen?

Technisch ja, aber das Zement-Merkblatt B 19 rät davon ab: Definierte Eigenschaften nach DIN EN 13318 werden in der Regel nur mit Werktrockenmörtel oder Werkfrischmörtel erreicht, und das Mischen nach Raumteilen soll auf kleine, anspruchslose Flächen beschränkt bleiben. Dieser Rechner gibt deshalb bewusst kein Mischungsrezept aus – die kursierenden Zahlen für Zement- und Sandmengen ließen sich in keinem der ausgewerteten Regelwerke belegen.

Passt dazu

Verwendete Quellen

Alle Verbrauchswerte auf dieser Seite stammen aus diesen Dokumenten. Stand der Seite: 2026/08.