Trockenbauwand berechnen: Material für die Metallständerwand
Der Materialbedarf einer Ständerwand hängt an vier Zahlen, die voneinander abhängen: Profiltyp, Ständerachsabstand, Lagenzahl und Plattenformat. Aus derselben Kombination fällt nebenbei die zulässige Wandhöhe heraus – und die ist bei CW 50 niedriger, als die meisten annehmen.
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Platten
Knauf Bauplatte GKB 12,5 mm im Format 2750 × 1250 mm · 22 m² Beplankung inkl. 10 % Verschnitt
- Wandfläche
- 11m²
- Beplankungsfläche
- 22m²
- CW-Ständer
- 8Stk
- Wanddicke
- 75mm
- Zulässige Wandhöhe
- 3,2m
- Gewicht der Beplankung
- 187kg
Das musst du kaufen
Beplankung
Unterkonstruktion
Verbrauchsmaterial
Dämmung
Hintergrund und Datengrundlage
Ab hier steht, woher die Zahlen kommen: der Rechenweg mit deinen Eingaben, die Datentabellen, der Produktvergleich und die Quellen. Für die Einkaufsliste brauchst du das nicht.
So wird gerechnet
Mit deinen Eingaben eingesetzt — jeder Schritt einzeln nachrechenbar.
- Wandfläche11 m²
Länge × Höhe
= 4 m × 2,75 m
- Beplankungsfläche22 m²
Wandfläche × Seiten × Lagen
= 11 m² × 2 × 1
- Platten8 Platten
Beplankungsfläche × (1 + Verschnitt) ÷ Fläche je Platte, aufgerundet
= 22 m² × 1,1 ÷ 3,438 m² = 7,04
Kennwert: Platte 2750 × 1250 mm = 3,438 m² – Format laut Lieferprogramm Knauf Bauplatte GKB (K711B)
- CW-Ständer8 Ständer, 22 m Profil
Länge ÷ Achsabstand, aufgerundet, plus ein Randständer
= 4 m ÷ 0,625 m = 6,4 → 7 + 1
- UW-Profil2 × 4 m
2 × Länge ÷ Stangenlänge, aufgerundet
= 2 × 4 m ÷ 4 m = 2
- Schrauben330 Stück
Wandfläche × Seiten × Stück je m² Wandseite
= 11 m² × 2 × 15
Kennwert: 15 Stück je m² Wandseite für die sichtbare Lage (Knauf: 30 Stück je m² Wandfläche, Schraubabstand 250 mm)
- Fugenspachtel5,5 kg → 1 × 25 kg
Wandfläche × Seiten × kg je m² Wandseite
= 11 m² × 2 × 0,25 kg/m²
Kennwert: 0,25 kg/m² Wandseite bei einlagiger Beplankung mit 12,5 mm Knauf Platten (Merkblatt: 0,5 kg/m² beidseitig beplankte Wand)
- Fugenlänge16,5 m
Längskantenfugen + Stirnkantenfugen, je Wandseite
= (3 Längsfugen × 2,75 m + 0 Stirnfugen × 4 m) × 2
Kennwert: Knauf nennt für eine Wand 4,00 × 2,75 m mit 1250 mm breiten Platten ca. 0,75 m Längskantenfuge je m² Wandseite – genau das ergibt diese Geometrie.
- Anschlussfuge13,5 m Dichtungsband
2 × (Länge + Höhe)
= 2 × (4 m + 2,75 m)
Kennwert: 1,0 m Dichtungsband je m Anschlussfuge laut Merkblatt K434.de
- Dämmung2 Pakete
Wandfläche ÷ m² je Paket, aufgerundet
= 11 m² ÷ 7,5 m² = 1,47
Kennwert: 7,5 m² je Paket bei 40 mm Dämmdicke laut Lieferprogramm Sonorock
Zulässige Wandhöhen: Knauf und Rigips nebeneinander
Die wichtigste Tabelle im Trockenbau, und die, die am häufigsten fehlt: Eine CW-50-Wand mit 625 mm Achsabstand und einer Plattenlage ist nur bis 3,20 m zugelassen. Wer den Ständerabstand auf 312,5 mm halbiert, kommt auf 4,00 m – ohne ein anderes Profil zu kaufen. Aufgeführt sind nur die neun Kombinationen, die dieser Rechner auch anbietet; die Spalte rechts hält daneben, was der zweite große Systemanbieter für denselben Aufbau nennt.
| Profil | Achsabstand | 1 Lage | 1 Lage, F30 | 2 Lagen | 2 Lagen, F30 | Rigips für denselben Aufbau |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CW 50 | 625 mm | 3,20 m ¹ | 3,20 m ¹ | 4,00 m | 4,00 m | 3,15 m einlagig – 5 cm weniger |
| CW 50 | 417 mm | 3,85 m | 3,85 m | 4,00 m | 4,00 m | gleiche Werte |
| CW 50 | 312,5 mm | 4,00 m | 4,00 m | 4,35 m | 4,35 m | gleiche Werte |
| CW 75 | 625 mm | 4,00 m | 4,00 m | 5,05 m | 5,00 m | gleiche Werte |
| CW 75 | 417 mm | 4,35 m | 4,35 m | 5,95 m | 5,00 m | gleiche Werte |
| CW 75 | 312,5 mm | 4,85 m | 4,85 m | 6,50 m | 5,00 m | gleiche Werte |
| CW 100 | 625 mm | 5,10 m | 5,00 m | 7,15 m | 7,00 m | gleiche Werte |
| CW 100 | 417 mm | 5,95 m | 5,00 m | 8,05 m | 7,00 m | gleiche Werte |
| CW 100 | 312,5 mm | 6,60 m | 5,00 m | 8,55 m | 7,00 m | gleiche Werte |
Zusammenstellung aus zwei Herstellerunterlagen: Knauf W11.de, Fassung 01/2024, und den Rigips Verarbeitungsrichtlinien Trockenbau. Werte für Beplankung mit Knauf Bauplatte beziehungsweise Feuerschutzplatte Knauf Piano, Blechdicke der Profile 0,6 mm, Einbaubereiche 1 und 2. ¹ Nur Einbaubereich 1. Mit Diamant- oder Massivbauplatten liegen die Werte höher, mit Gipsfaserplatten gelten sie ebenfalls. Die Abweichung in der ersten Zeile ist die einzige zwischen beiden Häusern und bleibt hier bewusst stehen, statt geglättet zu werden: Wer nach Rigips baut, hat bei 625 mm Achsabstand fünf Zentimeter weniger Spielraum, als die Knauf-Tabelle hergibt. CW 125 und CW 150 sind nicht aufgeführt, weil dieser Rechner sie nicht anbietet – die Werte stehen in beiden Originalunterlagen.
Quelle: Knauf Gips KG, W11.de Knauf Metallständerwände – Detailblatt, Maximal zulässige Wandhöhen (Stand 2024-01)
Plattentypen im Vergleich: Norm, Gewicht und lieferbare Formate
Zwei Dinge stehen in keinem Baumarktregal: dass die Feuerschutzplatte rund 20 Prozent schwerer ist als die Standardplatte – und dass es sie nicht in 2600 mm gibt. Wer eine 2,60-m-Wand fugenlos beplanken will und dann auf GKF wechseln muss, plant plötzlich mit einer Querfuge je Bahn.
| Platte | Norm | Flächengewicht | Lieferbare Längen (Breite 1250 mm) | Wofür |
|---|---|---|---|---|
| Knauf Bauplatte GKB 12,5 | DIN 18180 GKB / EN 520 Typ A | ca. 8,5 kg/m² | 2000 · 2500 · 2600 · 2750 · 3000 mm | Trennwände ohne Brand- und Feuchteanforderung |
| Rigips Bauplatte RB 12,5 | DIN 18180 GKB / EN 520 Typ A | ≥ 8,5 kg/m² | 2000 · 2500 · 2600 · 2750 · 3000 mm | wie GKB – Unterschied liegt bei der Kantenform, nicht beim Gewicht |
| Knauf Feuerschutzplatte Piano GKF 12,5 | DIN 18180 GKF / EN 520 Typ DF | ca. 10,2 kg/m² | 2000 · 2500 · 3000 mm | Wände mit Feuerwiderstandsklasse, faserverstärkter Gipskern |
| Rigips Feuerschutzplatte RF 12,5 | DIN 18180 GKF / EN 520 Typ DF | 10,0 kg/m² | 2000 · 2500 · 3000 mm | F30 und F90, Nachweis nach DIN 4102-4 Anhang A |
| fermacell Gipsfaser-Platte 12,5 | DIN EN 15283-2 GF-I-W2-C1 | ca. 14,4 kg/m² | 2000 · 2500 · 3000 mm | harte Oberfläche, Lastbefestigung, häusliche Feuchträume |
Das Flächengewicht der fermacell-Platte ist aus der im Datenblatt genannten Rohdichte von 1150 kg/m³ und 12,5 mm Dicke gerechnet; die übrigen Werte stehen so in den Datenblättern. Für imprägnierte Platten (GKBI/RBI, grüner Karton) gelten dieselben Formate wie für die jeweilige Standardplatte.
Schraubabstände und Schraubenzahl je Lage
Die Schraubenzahl folgt nicht aus der Fläche, sondern aus dem Schraubabstand – und der ist je Plattenlage verschieden. Die verdeckte erste Lage einer zweilagigen Beplankung wird nur geheftet, die sichtbare Lage voll verschraubt.
| Beplankung je Wandseite | 1. Lage | 2. Lage | 3. Lage | Schrauben je m² Wandfläche |
|---|---|---|---|---|
| 1-lagig, Platten vertikal | 250 mm | – | – | 30 Stück |
| 2-lagig, Platten vertikal | 750 mm | 250 mm | – | 14 + 30 = 44 Stück |
| 3-lagig, Platten vertikal | 750 mm | 500 mm | 250 mm | 14 + 18 + 30 = 62 Stück |
| 1-lagig, Platten horizontal | 200 mm | – | – | keine eigene Angabe |
| 2-lagig, oberste Lage geklammert | 250 mm geschraubt | 80 mm geklammert | – | reduzierte Wandhöhen beachten |
Schraubabstände und Bedarfszahlen gelten für beidseitig beplankte Wände. Zum Vergleich: Die Rigips Verarbeitungsrichtlinien nennen für dieselbe einlagige Wand 20 Schnellbauschrauben TN 3,5 × 25 je m² Wandfläche statt 30. Dieser Rechner setzt den höheren Knauf-Wert an – Schrauben kommen im 1000er-Paket, die Differenz kostet nichts, ein fehlendes Paket dagegen einen zweiten Weg in den Baumarkt. Der Mindestrandabstand beträgt 10 mm an kartonummantelten und 15 mm an geschnittenen Kanten.
Quelle: Knauf Gips KG, W11.de Knauf Metallständerwände – Maximale Abstände Befestigungsmittel und Materialbedarf je m² Wand (Stand 2015-08)
Dieselbe Wand, fünf Platten
Eine Wand 4,00 × 2,75 m, beidseitig einlagig beplankt, Format 2600 × 1250 mm, 10 % Verschnitt. Drei der fünf Platten fallen sofort aus – nicht wegen des Preises, sondern weil es dieses Format bei ihnen nicht gibt.
Bezugsfall der Tabelle: Wand 4,00 × 2,75 m, beidseitig einlagig, Format 2600 × 1250 mm, 10 % Verschnitt
| Produkt | Format 2600 mm lieferbar | Platten für 22 m² Beplankung | Flächengewicht | Gewicht der Beplankung | Merkblatt |
|---|---|---|---|---|---|
| KnaufBauplatte GKB 12,5 mm | ja | 8 Stück | 8,5 kg/m² | 187 kg | 2024-05 |
| KnaufFeuerschutzplatte Piano GKF 12,5 mm | nein – nur 2000 / 2500 / 3000 mm | – | 10,2 kg/m² | 224 kg | 2025-09 |
| RigipsBauplatte RB 12,5 | ja | 8 Stück | 8,5 kg/m² | 187 kg | 2026-07 |
| RigipsFeuerschutzplatte RF 12,5 | nein – nur 2000 / 2500 / 3000 mm | – | 10 kg/m² | 220 kg | 2026-08 |
| fermacellGipsfaser-Platte 12,5 mm | nein – nur 2000 / 2500 / 3000 mm | – | 14,4 kg/m² | 317 kg | 2022-08 |
Alle Werte stammen aus den verlinkten technischen Merkblättern der Hersteller. Die Spalte „Merkblatt“ nennt den Stand des jeweiligen Dokuments.
Die zulässige Wandhöhe ist keine Formalie – bei CW 50 endet sie bei 3,20 m
Eine Metallständerwand ist ein statisch nachgewiesenes System. Der Nachweis nach DIN 18183-1 koppelt die zulässige Wandhöhe an Profilgröße, Ständerachsabstand und Beplankungsdicke – und die Grenzwerte liegen niedriger, als das Bauchgefühl sagt. CW 50 mit 625 mm Achsabstand und einer Lage 12,5 mm ist nur bis 3,20 m zulässig, und dieser Wert gilt zusätzlich nur im Einbaubereich 1. Ein Altbauflur mit 3,40 m Deckenhöhe ist damit raus.
Das Gute daran: Man muss selten ein größeres Profil kaufen. Halbiert man den Achsabstand auf 312,5 mm, steigt dieselbe CW-50-Wand auf 4,00 m. Zweilagig beplankt ebenfalls auf 4,00 m bei 625 mm Abstand. Ein Wechsel auf CW 75 bringt bei 625 mm genau 4,00 m, auf CW 100 bereits 5,10 m. Welcher Weg günstiger ist, hängt davon ab, was teurer ist: doppelt so viele Ständer oder doppelt so viele Platten.
Mit Brandschutzanforderung ändert sich die Rechnung: Ab CW 100 wird die Wandhöhe einlagig auf 5,00 m gedeckelt, egal wie eng die Ständer stehen. Zweilagig sind es 7,00 m. Wer eine Brandwand plant, braucht ohnehin die Zustimmung des Herstellers zum konkreten Aufbau – dieser Rechner ersetzt keinen Verwendbarkeitsnachweis.
Das Plattenformat entscheidet über die Fugen – und es gibt nicht jedes Format bei jeder PlatteStandardplatten sind 1250 mm breit und 2000, 2500, 2600, 2750 oder 3000 mm lang. Die 2600er und die 2750er sind die Arbeitspferde im Wohnungsbau, weil sie eine Wa…
Standardplatten sind 1250 mm breit und 2000, 2500, 2600, 2750 oder 3000 mm lang. Die 2600er und die 2750er sind die Arbeitspferde im Wohnungsbau, weil sie eine Wand mit üblicher Rohbauhöhe ohne eine einzige Querfuge beplanken. Jede Querfuge ist eine Stirnkantenfuge – geschnittene Kanten, die zwingend einen Bewehrungsstreifen brauchen und deutlich mehr Spachtelarbeit machen als eine werkseitige Längskante.
Feuerschutzplatten gibt es bei Knauf wie bei Rigips weder in 2600 noch in 2750 mm. Das Lieferprogramm springt von 2500 direkt auf 3000. Wer für eine 2,75 m hohe Wand F30 braucht, kauft also entweder 3000er Platten und schneidet 25 cm je Bahn weg, oder er nimmt 2500er und handelt sich je Bahn eine Querfuge ein. Der Rechner zeigt diesen Fall an, statt mit einem Format weiterzurechnen, das man nicht bestellen kann.
- Längskantenfugen – die werkseitigen Kanten längs der Platte, bei 1250 mm Breite rund 0,75 m je m² Wandseite. Mit Uniflott oder TRIAS ohne Bewehrungsstreifen zu verspachteln.
- Stirnkantenfugen – die geschnittenen Querfugen. Entstehen nur, wenn die Wand höher ist als die Platte lang. Immer mit Bewehrungsstreifen, und um mindestens einen Ständerachsabstand versetzt.
- Bei zweilagiger Beplankung werden die Längskantenstöße der beiden Lagen um eine halbe Plattenbreite versetzt, die Fugen der unteren Lage mit Spachtelmasse gefüllt – das ist für Brand- und Schallschutz zwingend, nicht kosmetisch.
Warum zwei Hersteller dieselbe Tabelle drucken – und wo sie es nicht tunDie zulässigen Wandhöhen sind keine Erfindung des jeweiligen Hauses. Sie folgen aus dem Trägheitsmoment des Profils, dem Achsabstand und der aussteifenden Wirkung…
Die zulässigen Wandhöhen sind keine Erfindung des jeweiligen Hauses. Sie folgen aus dem Trägheitsmoment des Profils, dem Achsabstand und der aussteifenden Wirkung der Beplankung – also aus Statik, nicht aus Marketing. Genau deshalb stehen bei Knauf und Rigips für dieselben Aufbauten dieselben Zahlen, obwohl beide unabhängig voneinander prüfen und veröffentlichen. Das ist die beste Bestätigung, die man für einen Wert bekommen kann, den man nicht selbst nachrechnen kann.
Umso mehr zählt die eine Stelle, an der sie auseinandergehen: Bei CW 50 mit 625 mm Achsabstand und einer Plattenlage nennt Knauf 3,20 m, Rigips 3,15 m. Fünf Zentimeter klingen nach nichts, treffen aber ausgerechnet den häufigsten Aufbau überhaupt – und liegen genau in dem Bereich, in dem eine Zimmerdecke sitzt. Wer nach Rigips-Unterlagen baut und die Knauf-Zahl im Kopf hat, ist bei 3,18 m Wandhöhe außerhalb der Freigabe seines eigenen Systems.
Wir glätten diese Abweichung deshalb nicht zu einem Mittelwert. Ein Mittelwert stünde in keiner der beiden Unterlagen, und die Differenz ist hier die eigentliche Information: Sie sagt, dass man die Freigabe des Systems prüfen muss, das man tatsächlich verbaut, und nicht die des Systems, dessen Tabelle man gerade gefunden hat.
Was in der Einkaufsliste regelmäßig fehltPlatten und Profile hat jeder auf dem Zettel. Liegen bleiben die Positionen, ohne die die Wand am Ende nicht fertig wird: das Dichtungsband unter den Randprofilen…
Platten und Profile hat jeder auf dem Zettel. Liegen bleiben die Positionen, ohne die die Wand am Ende nicht fertig wird: das Dichtungsband unter den Randprofilen, die Dübel, der Fugendeckstreifen für die Stirnkanten – und die richtige Schraubenlänge für die zweite Lage.
Beim Dichtungsband ist die Menge einfach zu unterschätzen, weil man an den Boden denkt und die Decke und die beiden Anschlusswände vergisst. Es sind zwei mal Länge plus zwei mal Höhe, bei einer 4 × 2,75-m-Wand also 13,5 m – eine halbe 30-m-Rolle. Knauf gibt den Verbrauch mit 1,0 m je Meter Anschlussfuge an; in der Materialbedarfstabelle steht dafür 1,2 m je m² Wandfläche, was für die Beispielwand auf nahezu denselben Wert führt (13,2 statt 13,5 m).
Die Schraubenlänge folgt aus der Regel „Durchdringung mindestens 10 mm“: Bei einer Lage 12,5 mm reicht TN 3,5 × 25, bei zwei Lagen braucht die zweite Lage TN 3,5 × 35. Wer beide Lagen mit derselben 25er-Schraube setzt, hat in der zweiten Lage nur noch wenige Millimeter im Profil – die Platte hält nicht.
Und die Dämmung: Sie ist keine Kür. Ohne Mineralwolle im Hohlraum verliert eine einlagig beplankte CW-50-Wand rund 6 dB Schalldämmmaß. Die Mindestdämmdicke richtet sich nach dem Profil – 40 mm bei CW 50, 60 mm bei CW 75, 80 mm bei CW 100. Dicker als der Hohlraum darf sie nicht sein, sonst drückt sie die Platten von den Ständern weg.
Metallständerwand aufbauen
Ablauf für eine nichttragende Trennwand aus CW-/UW-Profilen mit beidseitiger Gipsplattenbeplankung – von der Rissanlage bis zur Qualitätsstufe Q2.
Was du dafür brauchst
- Kreuzlinienlaser oder Schlagschnur
- Blechschere und Profilschere
- Bohrhammer und passende Dübel
- Akkuschrauber mit Tiefenanschlag
- Cuttermesser und Abziehklinge
- Traufel, Breitspachtel und Anrührgefäß
- 1
Wandverlauf anreißen
Wandflucht am Boden anreißen und mit dem Laser oder dem Lot an die Decke übertragen. Türöffnungen gleich mit anzeichnen – die Position entscheidet, wo später ein verstärkter Ständer stehen muss.
- 2
Randprofile abdichten und befestigen
Dichtungsband in voller Breite auf die Rückseite der UW-Profile und der beiden Wandanschlussprofile kleben. Profile im Abstand von höchstens 1000 mm dübeln, bei Wandhöhen über 3,00 m höchstens 500 mm. Auf Estrich halbiert sich der Abstand zusätzlich.
- 3
CW-Ständer einstellen
Ständer auf Wandhöhe minus etwa 10 mm ablängen und in die UW-Profile einstellen – sie müssen mindestens 30 mm einstehen. Achsabstand einhalten (Standard 625 mm) und die offene Seite des C-Profils in Montagerichtung drehen, damit man beim Schrauben nicht gegen den Flansch arbeitet.
- 4
Erste Wandseite beplanken
Platten vertikal stellen, mit etwa 10 mm Abstand zum Boden ansetzen und mit Schnellbauschrauben im Abstand von 250 mm befestigen. Randabstand mindestens 10 mm an kartonummantelten und 15 mm an geschnittenen Kanten. Stirnkantenstöße um mindestens einen Ständerachsabstand versetzen.
- 5
Installationen und Dämmung einbauen
Leitungen durch die werkseitigen H-Stanzungen führen, Dosen setzen. Mineralwolle klemmend zwischen die Ständer einbauen – Plattenformat 1000 × 625 mm passt genau in den Standardachsabstand. Die Dämmung muss den Hohlraum vollständig ausfüllen, ohne die Platten wegzudrücken.
- 6
Zweite Wandseite beplanken
Platten der Gegenseite um eine halbe Plattenbreite gegen die erste Seite versetzen. Bei zweilagiger Beplankung die erste Lage mit 750 mm Schraubabstand heften, die Fugen mit Spachtelmasse füllen und erst dann die zweite Lage mit 250 mm Abstand und der längeren Schraube setzen.
- 7
Verspachteln
Fugen in zwei Arbeitsgängen füllen, Schraubenköpfe mitspachteln. Stirn- und Schnittkanten mit Fugendeckstreifen bewehren; bei einem Typ-3B-Spachtel gilt das für jede Fuge. Nach dem Durchtrocknen schleifen – für Anstrich oder Tapete ist mindestens Qualitätsstufe Q2 nötig.
- 8
Randanschlüsse schließen
Anschlussfugen zu Massivbauteilen mit Trenn-Fix oder Fugendeckstreifen ausbilden, bei Brandschutzanforderung mit Spachtelmasse schließen. Erst danach grundieren und beschichten.
Typische Fehler bei der Mengenermittlung
- 1
Die Wandhöhe nicht gegen die Statiktabelle prüfen
CW 50 bei 625 mm Achsabstand und einer Plattenlage ist bis 3,20 m zugelassen – im Einbaubereich 1. Bei 3,40 m Deckenhöhe im Altbau ist die Wand damit nicht nachgewiesen, auch wenn sie steht und nicht wackelt. Halbierter Ständerabstand oder zweite Plattenlage lösen das ohne anderes Profil.
- 2
Bei Fliesen auf der Trockenbauwand mit 625 mm Ständerabstand rechnen
Unter keramischen Belägen fordert Knauf bei 12,5 mm Platten einen Ständerachsabstand von höchstens 417 mm. Bei 15 mm Diamant oder 18 mm Knauf Platten bleiben 625 mm zulässig. Wer im Bad mit 625 mm plant und später fliest, hat rund ein Drittel zu wenig Ständer eingekauft.
- 3
Das Plattenformat wählen, bevor der Plattentyp feststeht
Die 2600er Platte ist bei Standardplatten Standard und bei Feuerschutzplatten schlicht nicht im Programm. Wer die Wandhöhe auf das 2600er Format plant und dann aus Brandschutzgründen auf GKF wechselt, plant die Fugen neu.
- 4
Die zweite Lage mit der Schraubenlänge der ersten setzen
TN 3,5 × 25 durchdringt bei zwei Lagen 12,5 mm nur noch minimal das Profil. Vorgeschrieben sind 10 mm Durchdringung, für die zweite Lage also TN 3,5 × 35. Der Fehler fällt erst auf, wenn beim Spachteln die Platte federt.
- 5
Profile nach laufenden Metern kaufen statt nach Stangenlänge
Der Handel verkauft CW- und UW-Profile in festen Stangenlängen, nicht als Meterware. Wer den errechneten Gesamtbedarf durch eine Wunschlänge teilt, kauft zu wenig: Jeder Ständer braucht eine Stange, die mindestens die Wandhöhe erreicht – Reststücke lassen sich nicht zu einem tragenden Ständer zusammensetzen. Übersteigt die Wandhöhe die längste Lagerstange, ist ein Stoß nötig, und der kostet zusätzliche Überlappung: beim CW 50 einen halben Meter, beim CW 100 einen ganzen. Der Rechner nimmt deshalb immer die längste passende Stange als Grundlage und rechnet die Überlappung dazu.
- 6
Dichtungsband nur unter das Bodenprofil kleben
Die Anschlussfuge läuft rundum: Boden, Decke und beide anschließenden Wände. Jeder nicht abgedichtete Meter ist eine Schallbrücke, die den gemessenen Schalldämmwert der Wand unter das Datenblatt drückt – und den Aufwand für die Dämmung im Hohlraum entwertet.
Häufige Fragen
Wie viel Material brauche ich für eine Trockenbauwand pro Quadratmeter?
Für eine beidseitig einlagig beplankte Wand mit 625 mm Ständerabstand nennt Knauf je m² Wandfläche: 2 m² Gipsplatte, 2,0 m CW-Profil, 0,7 m UW-Profil, 30 Schnellbauschrauben, 0,5 kg Fugenspachtel, 1,2 m Dichtungsband und 1,6 Dübel. Bei zweilagiger Beplankung verdoppelt sich die Plattenmenge, die Schraubenzahl steigt auf 44 und der Spachtelbedarf auf 0,8 kg je m². Verschnitt ist in diesen Zahlen nicht enthalten.
Wie hoch darf eine Trockenbauwand mit CW-50-Profilen sein?
Einlagig beplankt: 3,20 m bei 625 mm Ständerachsabstand (und das nur im Einbaubereich 1), 3,85 m bei 417 mm und 4,00 m bei 312,5 mm. Zweilagig beplankt sind es 4,00 m bei 625 und 417 mm sowie 4,35 m bei 312,5 mm. Höher geht es nur mit CW 75, CW 100 oder größer.
Wie viele CW-Profile brauche ich für eine 4 Meter lange Wand?
Bei 625 mm Achsabstand sind es acht: 4,00 m geteilt durch 0,625 m ergibt 6,4, aufgerundet 7 Felder, plus ein Randständer. Bei 417 mm sind es elf, bei 312,5 mm vierzehn. Der Randständer wird gern vergessen – jede Wand hat zwei Enden, und an beiden steht ein Ständer beziehungsweise ein Wandanschlussprofil.
Wie viele Schrauben brauche ich pro Quadratmeter Trockenbau?
Knauf rechnet mit 30 Schrauben je m² Wandfläche bei einlagiger beidseitiger Beplankung und 44 bei zweilagiger. Auf die einzelne Wandseite umgerechnet sind das 15 Stück je m² für die sichtbare Lage und 7 Stück für eine darunterliegende Lage. Rigips gibt für dieselbe Wand 20 Stück je m² an. Da Schrauben im 1000er-Paket verkauft werden, kostet der höhere Ansatz praktisch nichts.
Welchen Ständerabstand brauche ich im Trockenbau?
Der Standard ist 625 mm, also die halbe Plattenbreite – so trifft jede Plattenkante mittig auf einen Profilflansch. Auf 417 mm (ein Drittel) geht man bei keramischen Belägen auf 12,5-mm-Platten und für höhere Wände, auf 312,5 mm (ein Viertel) für die höchsten Wände und für Ballwurfsicherheit. Bei Gipsfaserplatten gilt zusätzlich die Regel Plattendicke × 50, bei 12,5 mm also ebenfalls maximal 625 mm.
Welche Gipsplatte für welche Wand – GKB, GKF oder Gipsfaser?
GKB (Typ A) ist die Standardplatte für trockene Innenräume ohne Brandschutzanforderung, rund 8,5 kg/m². GKF (Typ DF) hat einen faserverstärkten Gipskern für F30/F90 und wiegt rund 10 kg/m². Gipsfaserplatten sind mit rund 14,4 kg/m² deutlich schwerer, dafür oberflächenhärter und in häuslichen Feuchträumen einsetzbar. Für Bad und Küche gibt es von GKB und GKF je eine imprägnierte Variante mit grünem Karton.
Brauche ich Bewehrungsstreifen beim Verspachteln von Gipskartonplatten?
Das hängt am Spachtel. Uniflott und TRIAS sind Typ-4B-Spachtel und kommen an den kartonummantelten Längskanten (HRAK, HRK) ohne Streifen aus – Knauf empfiehlt sie dort trotzdem für Stirn- und Schnittkantenfugen. Fugenfüller Leicht und der Rigips SUPER Fugenfüller sind Typ 3B und brauchen an jeder Fuge einen Streifen. Der Unterschied macht bei einer 4 × 2,75-m-Wand rund 16 Meter Streifen aus.
Wie dick wird eine Trockenbauwand?
Profilsteghöhe plus Beplankung beider Seiten. Bei CW 50 und einlagig 12,5 mm sind das 75 mm, bei CW 75 100 mm und bei CW 100 125 mm. Zweilagig beplankt kommen je Seite 12,5 mm dazu, aus der CW-50-Wand werden also 100 mm. Der Hohlraum – 50, 75 oder 100 mm – bestimmt zugleich, wie dick die Mineralwolle sein darf.
Passt dazu
- Statt zu spachteln kannst du die Wand auch putzen – der Materialbedarf unterscheidet sich deutlich: Putz berechnen: Sackzahl pro m² nach Putzart und Schichtdicke
- Nach Q2 oder Q3 kommt die Farbe, und deren Bedarf hängt am Deckvermögen: Wandfarbe berechnen: Liter aus Ergiebigkeit und Deckvermögen
- Wenn die Wand nicht nur trennen, sondern auch dämmen soll, entscheidet die Wärmeleitstufe mit: Dämmstoff berechnen: Plattenzahl und U-Wert nach Wärmeleitstufe
- Im Bad kommen auf die fertige Wand meist Fliesen: Fliesenkleber-Verbrauch: Sackzahl nach Zahnung und Produkt
Verwendete Quellen
Alle Verbrauchswerte auf dieser Seite stammen aus diesen Dokumenten. Stand der Seite: 2026/08.
- Knauf Gips KG: W11.de Knauf Metallständerwände – Detailblatt (Wandhöhen, Schraubabstände, Systemaufbauten) (Stand 2024-01)
- Knauf Gips KG: W11.de Knauf Metallständerwände – Fassung mit Materialbedarfstabelle je m² Wand (Stand 2015-08)
- Saint-Gobain Rigips GmbH: Verarbeitungsrichtlinien Trockenbau – Anleitung für das Fachhandwerk (Stand 2026-08)
- Knauf Gips KG: VT02_TB.de Knauf Profile, Montage- und Befestigungstechnik – Technische Broschüre (Stand 2024-10)
- Knauf: Technisches Merkblatt Bauplatte GKB 12,5 mm (Stand 2024-05)
- Knauf: Technisches Merkblatt Feuerschutzplatte Piano GKF 12,5 mm (Stand 2025-09)
- Rigips: Technisches Merkblatt Bauplatte RB 12,5 (Stand 2026-07)
- Rigips: Technisches Merkblatt Feuerschutzplatte RF 12,5 (Stand 2026-08)
- fermacell: Technisches Merkblatt Gipsfaser-Platte 12,5 mm (Stand 2022-08)
- Knauf: Technisches Merkblatt Uniflott (Stand 2025-12)
- Knauf: Technisches Merkblatt Fugenfüller Leicht (Stand 2015-11)
- fermacell: Technisches Merkblatt Fugenspachtel (Stand 2020-05)
- Knauf: Technisches Merkblatt Fugendeckstreifen Kurt (Stand 2012-05)
- Rigips: Technisches Merkblatt Glasfaserbewehrungsstreifen (Stand 2026-03)
- Knauf: Technisches Merkblatt Dichtungsband (Stand 2022-12)
- ROCKWOOL: Technisches Merkblatt Trennwandplatte Sonorock (Stand 2018-09)
- ROCKWOOL: Technisches Merkblatt Trennwandplatte Sonorock 035 (Stand 2018-06)